HerzCheck: Herzschwäche im MRT bereits vor ersten Symptomen erkennbar

24. August 2026

Infografik zur frühen Erkennung von subklinischem Herzversagen: 4509 Risikopatienten aus ländlichen Regionen wurden untersucht. 22,7% wiesen subklinisches Herzversagen auf. Häufige Risikofaktoren sind männliches Geschlecht, Diabetes, Rauchen und Fettleibigkeit. Hospitalisierungen bei Teilnehmern mit Herzversagen waren erhöht. Erkennung etwa 7 Jahre früher möglich.

Ergebnisse aus der ersten HerzCheck-Phase zeigen: Bei fast einem Viertel der untersuchten Menschen mit kardiovaskulären Risikofaktoren lassen sich bereits frühe Veränderungen des Herzens nachweisen – obwohl noch keine Beschwerden bestehen. Die Ergebnisse wurden jetzt im amerikanischen Journal Circulation: Heart Failure veröffentlicht.

Infografik zur frühen Erkennung von subklinischem Herzversagen: 4509 Risikopatienten aus ländlichen Regionen wurden untersucht. 22,7% wiesen subklinisches Herzversagen auf. Häufige Risikofaktoren sind männliches Geschlecht, Diabetes, Rauchen und Fettleibigkeit. Hospitalisierungen bei Teilnehmern mit Herzversagen waren erhöht. Erkennung etwa 7 Jahre früher möglich.

In der ersten Phase des Projekts HerzCheck erhielten unter der wissenschaftlichen Leitung des Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) Personen mit Risikofaktoren für das Auftreten einer Herzinsuffizienz in ländlichen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns eine Kardio-MRT-Untersuchung in mobilen MRT-Einheiten (Ärztliche Leitung: Prof. Dr. Sebastian Kelle). Die Betreuung der teilnehmenden Personen erfolgte telemedizinisch durch das ärztliche Expertenteam des DHZC. Ziel war es, eine beginnende, noch symptomlose Herzschwäche möglichst früh zu erkennen.

Insgesamt wurden 4.509 Personen im Alter von 40 bis 69 Jahren mit kardiovaskulären Risikofaktoren untersucht. Bei 1.023 Personen (22,7 Prozent) zeigte sich eine eingeschränkte Herzfunktion – obwohl keine Symptome einer Herzinsuffizienz vorlagen. Damit wies nahezu jede vierte untersuchte Person Anzeichen einer sogenannten subklinischen Herzinsuffizienz auf.

Die Ergebnisse zeigen das Potenzial der kardialen MRT, frühe Veränderungen der Herzfunktion zu erkennen, die mit herkömmlichen Untersuchungsmethoden möglicherweise noch unentdeckt bleiben. Zugleich konnte HerzCheck zeigen, dass ein standardisiertes Herz-MRT-Screening auch in strukturell schwächeren Regionen mit mobilen MRT-Einheiten und telemedizinischer Betreuung umsetzbar ist.

Die Ergebnisse der ersten Projektphase bilden die Grundlage für die zweite Phase von HerzCheck: In der Studie WE-CARE-HF-CMR wurde anschließend untersucht, ob sich der Ansatz auch auf die Untersuchung von Personen in Großstädten und Ballungsräumen übertragen lässt.

Die Publikation zur Ermittlung der Prävalenz der Herzinsuffizienz im ländlichen Raum ist Mitte Juli 2026 im Maazin Circulation: Heart Failure erschienen.

Zur Publikation: HERZCHECK: Early Detection of Subclinical Preheart Failure Using Mobile Cardiac Magnetic Resonance and Telemedicine in Rural and Underserved Regions

Dieser Artikel ist von HerzCheck.org

HerzCheck ist ein vom Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) initiiertes Modellprojekt zur frühzeitigen Diagnostik der Herzinsuffizienz mithilfe der kardialen Magnetresonanztomographie (Herz-MRT). Das Projekt geht im Herbst 2025 in die nächste Phase.