HerzCheck in der Stadt: Studiendesign veröffentlicht

24. August 2026

Flussdiagramm des WE-CARE-HF-CMR-Projekts: Risikobewertung und Einschluss von ca. 600 asymptomatischen Patienten, Screening-Untersuchung, Berichterstattung, und 1-, 5-, und 10-Jahres-Nachuntersuchung. Beteiligung von Zentren in Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt und München. Ziele: Lebensqualität, schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse und Sterblichkeit.

Nach den Ergebnissen der ersten HerzCheck-Phase auf dem Land wurde das Projekt in einem zweiten Schritt auf urbane Regionen ausgeweitet. Das Studiendesign der Folgeuntersuchung WE-CARE-HF-CMR wurde jetzt veröffentlicht.

Flussdiagramm des WE-CARE-HF-CMR-Projekts: Risikobewertung und Einschluss von ca. 600 asymptomatischen Patienten, Screening-Untersuchung, Berichterstattung, und 1-, 5-, und 10-Jahres-Nachuntersuchung. Beteiligung von Zentren in Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt und München. Ziele: Lebensqualität, schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse und Sterblichkeit.
WE-CARE-HF: Studiendesign

In der ersten HerzCheck-Studie des DHZC konnte gezeigt werden, dass sich bei Personen mit kardiovaskulären Risikofaktoren frühe Veränderungen der Herzfunktion mithilfe einer kurzen, nicht-invasiven Herz-MRT-Untersuchung erkennen lassen. Die Kardio-MRT-Untersuchung wurde in mobilen MRT-Einheiten durchgeführt und durch das DHZC telemedizinisch betreut. Bei 22,7 Prozent der 4.509 untersuchten Personen in ländlichen Regionen wurde eine subklinische prä-Herzinsuffizienz festgestellt.

Mit WE-CARE-HF-CMR wurde nun untersucht, wie häufig solche frühen Veränderungen des Herzmuskels bei Menschen in Großstädten und Ballungsräumen auftreten und ob sich die Ergebnisse aus den ländlichen Regionen auf urbane Bevölkerungen übertragen lassen.

Die prospektive Studie wurde unter der Leitung des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC) in Berlin, Köln, Frankfurt, Hamburg und München durchgeführt (Ärztliche Leitung: Prof. Dr. Sebastian Kelle). Eingeschlossen wurden Personen zwischen 40 und 69 Jahren, die keine bekannte Herzinsuffizienz haben, aber mindestens einen kardiovaskulären Risikofaktor wie Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Adipositas, Rauchen, Diabetes oder eine chronische Nierenerkrankung aufweisen.

Die Teilnehmenden erhielten eine standardisierte Kardio-MRT-Untersuchung mit Anamnese, Blutuntersuchungen, Fragebögen zur Lebensqualität und einer kurzen, kontrastmittelfreien Herz-MRT. Die Untersuchungen wurden sowohl an stationären als auch an mobilen MRT-Geräten durchgeführt und zentral ausgewertet.

Insgesamt wurden bisher 525 Personen untersucht; die wissenschaftliche Auswertung läuft noch. Ziel ist es, die Häufigkeit einer subklinischen Herzinsuffizienz in Großstädten und Ballungsräumen zu bestimmen und die Ergebnisse mit den Daten aus der ländlichen HerzCheck-Kohorte zu vergleichen.

Damit schafft WE-CARE-HF-CMR die Grundlage dafür, besser zu verstehen, wie sich eine frühe Herzschwäche in unterschiedlichen Lebensräumen erkennen lässt – und wie moderne Herz-MRT-Verfahren künftig für eine gezieltere Früherkennung eingesetzt werden können.

Das Studiendesign wurde aktuell im Journal of Cardiovascular Magnetic Resonance veröffentlicht.

Zur Publikation: Design and rationale of the WE-CARE-HF-CMR trial: Cardiorenal care on wheels for asymptomatic heart failure patients

Dieser Artikel ist von HerzCheck.org

HerzCheck ist ein vom Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) initiiertes Modellprojekt zur frühzeitigen Diagnostik der Herzinsuffizienz mithilfe der kardialen Magnetresonanztomographie (Herz-MRT). Das Projekt geht im Herbst 2025 in die nächste Phase.